Gehen Sie in den Park hinein nach Süden, und Sie erreichen das Kenotaph für die Opfer der Atombombe, das 1952 errichtet wurde. Es ist auch als Mahnmal für Hiroshima, Stadt des Friedens bekannt, weil es aus dem Wunsch entstand, die Stadt als einen dem Frieden gewidmeten Ort wieder aufzubauen. Entworfen wurde es vom Architekten Kenzo Tange, der auch das Friedensmuseum von Hiroshima entwarf, und es enthält Entwürfe des Bildhauers Isamu Noguchi. Die Form ist eine steinerne Kammer unter einem großen Bogen, der ein Dach darstellt und den Seelen der Toten Schutz bieten soll. Eine Deutung besagt, dass der Bogen von Haniwa inspiriert ist, den Tonfiguren, die prähistorische Grabhügel schmückten. Eine andere Deutung weist darauf hin, dass der Bogen die geschwungene Magatama-Perle und die bronzene Zeremonienglocke namens Dotaku aufgreift. So oder so reicht der Entwurf bis in die frühe japanische Kultur zurück. Dann ist da die Inschrift. Auf Japanisch lautet sie sinngemäß: Ruhe in Frieden, denn wir werden den Fehler nicht wiederholen. Ihr Verfasser war Tadayoshi Saika, Professor für englische Literatur an der Universität Hiroshima. Der japanische Satz sagt nie, wer das Wir ist. Er kann so gelesen werden, dass damit jene gemeint sind, die die Atombombe abwarfen, oder jene, die einen aggressiven Krieg führten und dieses Schicksal über die Menschen von Hiroshima brachten. Viele sehen in dieser Mehrdeutigkeit einen Weg, die Opfer zu ehren, ohne den Satz zu politisieren.