London in 3 Tagen: Reiseroute Tag für Tag

Kurze Antwort. Am ersten Tag Trafalgar Square, die National Gallery und die Piazza von Covent Garden. Am zweiten Tower of London, Tower Bridge, Leadenhall Market, das Bank of England Museum und St Paul's, abends Soho. Am dritten Westminster Abbey, Big Ben, der Thames Path zur Tate Modern und Borough Market.

  • Geplant für den 3.–5. Mai
  • 3 Tage
  • 18 Stationen
  • 7 Audioguides entlang der Route
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Mappu hat diese Route um ihre Reisedaten herum geplant: Wetter, Sonnenuntergänge und Öffnungstage. Öffnet den Mappu-Planer mit bereits eingetragenem Ziel und Reisedauer; Daten, Tempo und Interessen legst du fest. Für den kompletten Plan brauchst du ein kostenloses Konto.

Was du an jedem Tag siehst

Jeder Tag in Kurzform. Stationen mit einem Mappu-Audioguide verlinken direkt darauf, zum Anhören vor Ort oder schon vorher.

  1. Tag 2 · Tag 2 – Tower of London, Tower Bridge und ein Spaziergang durch die City of London

    Tower of London und Tower Bridge, Mittagessen im Leadenhall Market, Bank of England Museum und St Paul's, abends Soho und Chinatown.

  2. Tag 3 · Tag 3 – Westminster Abbey, das Themseufer und Borough Market vor der Heimreise

    Westminster Abbey, Big Ben und Westminster Bridge, am Themseufer zur Tate Modern, Borough Market und die Millennium Bridge vor der Abreise.

Die komplette Reiseroute mit Karte und Reisehinweisen

Jede Station mit ihren Hinweisen, die Route auf der Karte und Tipps zu Verkehrsmitteln, Budget und Gepäck.

London Reiseroute für 3 Tage
Westminster Abbey, Trafalgar Square, Tower of London, Tower Bridge, Borough Market und Covent Garden

Mit Mappu geplant

London, Vereinigtes Königreich – Royal, Märkte und Themse an drei Maitagen

🚊

Gemischter Transport

Heathrow Airport → Covent Garden

Mai 03 | Mo.

Tag 1 – Ankunft, Trafalgar Square und ein Abend zwischen den Marktständen von Covent Garden
Je nach Abflugort landet ihr in Heathrow, Gatwick oder London City – oder ihr rollt mit dem Eurostar in St Pancras International ein, nur ein paar U-Bahn-Stationen vom West End entfernt. Bezahlt U-Bahn und Doppeldecker am einfachsten kontaktlos mit Karte oder Handy; das ist auch für Einheimische der bequemste Weg, und eine extra Fahrkarte braucht ihr nicht. Wir halten den ersten Nachmittag bewusst frei von festen Terminen, damit ein verspäteter Flug nichts kaputt macht. Mit Koffern ist es angenehmer, die Stoßzeit zwischen 16:00 und 18:30 zu umgehen; vom Flughafen zieht sich die Fahrt deutlich länger als vom Bahnhof, ein Grund mehr, heute nur Ziele einzuplanen, die jederzeit zugänglich sind. Gepäck im Hotel abstellen, Jacke wechseln, los.
Ankommen und Einchecken im Herzen des West End
14:00
60

Minuten

Für diese drei Tage ist Covent Garden die beste Basis, die ihr euch wünschen könnt: Ihr steigt aus dem Zug oder Taxi und steht direkt zwischen Piazza, Theatern und Markthalle – Trafalgar Square liegt etwa acht Gehminuten südwestlich, Soho zehn Minuten westlich, und mit Leicester Square und Charing Cross habt ihr zwei U-Bahn-Knoten in Reichweite. Genau deshalb funktioniert der Plan ohne Querfahrten: Zwei der drei Abende verbringt ihr zu Fuß im West End. Für das mittlere Budget lohnt der Blick auf die Seitenstraßen rund um Seven Dials und die ruhigeren Adressen hinter dem Strand – kleine Boutique-Häuser und solide Kettenhotels, oft deutlich günstiger als die Plätze direkt auf der Piazza. Wer es stiller und grüner mag, fährt mit Bloomsbury rund um Russell Square und das British Museum ebenfalls sehr gut; der South Bank direkt am Wasser ist die dritte gute Wahl, weil Tag 3 praktisch vor der Haustür endet. Für eine Gruppe zählt vor allem eins: ein Zimmer mit Platz für die gemeinsame Abendplanung und ein U-Bahn-Eingang in Sichtweite.
  • Beste Lagen: Covent Garden und Seven Dials (zu Fuß zu beiden Abendzielen)
  • Alternative für Ruhe: Bloomsbury rund um Russell Square
  • Alternative am Wasser: South Bank nahe Tate Modern und Borough Market

Hinweise

Gepäck geben viele Häuser schon vor dem offiziellen Check-in ab – fragen lohnt fast immer. Seven Dials ist ruhiger als die Piazza, aber genauso nah dran.
Trafalgar Square: Nelsons Säule und die vier Löwen
15:15
45

Minuten

Der erste große Auftritt Londons, und gleich einer der besten: Von der Terrasse vor der National Gallery fällt der Blick über die breite Treppe auf Nelsons Säule, die an die Seeschlacht von Trafalgar 1805 erinnert – der Admiral blickt vom Granitsockel über die Stadt, bewacht von vier Bronzelöwen. Links liegt St Martin-in-the-Fields mit seinem Säulenportal, nach Süden zieht die Whitehall Richtung Parlament davon. Auf dem vierten Sockel der Nordwestecke wechselt seit Jahren zeitgenössische Kunst – ein stiller Kontrapunkt zu den Denkmälern ringsum. Setzt euch ein paar Minuten auf die Stufen, schaut den Menschen zu und lasst euch von den Straßenmusikern treiben: Genau dieses Schauspiel meinen Londoner, wenn sie sagen, der Platz sei das Wohnzimmer der Stadt. Für euer Pflichtprogramm ist das der perfekte Auftakt, weil er nichts kostet, keiner Öffnungszeit folgt und bei jedem Wetter funktioniert.
  • Nelsons Säule und die vier Bronzelöwen
  • Der vierte Sockel mit wechselnder Gegenwartskunst
  • Straßenmusik auf den Stufen der Nordterrasse

Hinweise

Die Unterführung an der Südostseite führt direkt zur Charing Cross Station – praktisch, wenn es anfängt zu schütten. Fotografiert die Säule vom Nordrand, dort steht die National Gallery als Kulisse.
National Gallery: siebenhundert Jahre Malerei ohne Eintritt
16:15
75

Minuten

Für eure Vorliebe für kostenlose Museen ist das der Jackpot: Der Eintritt in die ständige Sammlung ist frei, und ihr seid schon da, weil die Galerie direkt auf der Nordseite des Trafalgar Square steht. Auf zwei Etagen spannt sich der Bogen von van Eycks Hochzeitsbild über Velázquez’ Rokeby Venus bis zu Turners dampfendem Schiff und Monets Seerosen – Weltkunst in einem Haus, das man ohne Ticket betritt. Nehmt euch für den ersten Tag bewusst nur eine Handvoll Säle vor: ein Rundgang mit drei, vier Fixpunkten, sonst verliert ihr euch in über zweitausend Bildern. Die Londoner kommen hier tatsächlich in der Mittagspause vorbei, weil es nichts kostet – eine Haltung, die man schnell übernimmt. Wenn der Himmel über London mal wieder grau aus allen Fugen kommt, ist das hier eure Zuflucht, und der Blick aus den Fenstern hinunter auf die Säule gibt es gratis dazu.
  • Van Eycks Arnolfini-Hochzeit
  • Velázquez, Rokeby Venus
  • Turner und Monet in den oberen Sälen

Hinweise

Kurzer Blick auf den Plan am Eingang lohnt – mit klaren Fixpunkten bleibt der Besuch entspannt. Das British Museum in Bloomsbury ist ebenfalls kostenlos, falls ihr später nachlegen wollt.
Covent Garden: Straßenleben auf der Piazza
18:00
60

Minuten

Die Piazza, auf der ihr steht, war Londons erste geplante Platzanlage – im 17. Jahrhundert nach italienischem Vorbild angelegt, damals mit einem Gemüse- und Blumenmarkt, der die Stadt über Jahrhunderte versorgte. Heute gehört das Gelände zu den lebendigsten Ecken im West End, und die historische Markthalle aus dem 19. Jahrhundert liefert dazu die hübsche Architekturkulisse. Zwei Bereiche solltet ihr nicht verwechseln: den Apple Market im Zentrum unter dem hohen Dach und den etwas versteckteren Jubilee Market im Südwesten – dazwischen liegen Geschäfte, Cafés und Buden. Der eigentliche Star aber steht auf den Stufen: die Straßenkünstler. Manche sind ernsthaft gut, und die beste Zeit zum Zuschauen ist der frühe Abend, wenn die Mengen nicht mehr ganz so dick sind. Wenn ihr wenig Zeit habt, wählt entweder Markt oder Vorstellung – beides in Ruhe an einem Abend ist knapp.
  • Piazza mit Straßenkünstlern auf den Stufen
  • Apple Market unter dem Hallendach
  • Jubilee Market im Südwesten

Hinweise

Hinter der Piazza lohnt ein Abstecher nach Seven Dials, wo sieben Straßen sternförmig zusammenlaufen. Der Apple Market ist der zentrale Raum, der Jubilee Market der kleinere im Südwesten.

Vorgeschlagenes Restaurant

Britische Marktküche, Pies, Fischgerichte, internationale Stände

$

Essen ist hier erstaunlich vielfältig: In und um die Markthalle reihen sich Cafés, Restaurants und Food-Stände, dazwischen Delikatessenläden mit britischem Käse, Chutneys und Gebäck. Für einen ersten Abend mit Freunden ist das ideal, weil jeder seins nehmen kann und niemand auf die Karte der anderen warten muss – ein klassischer Pie mit Kartoffelpüree und Erbsenpüree für die Traditionalisten, Fish and Chips für den Rest, dazu ein Pint oder eine Limonade im offenen Hof. Der große Vorteil dieser Ecke: Ihr seid mitten im West End und trotzdem in einem Markt, nicht in einem überteuerten Touristenlokal. Nehmt einen Stand als Ankerpunkt, verteilt euch und trefft euch am Tisch wieder – das ist die entspannteste Art, in London zu essen. Danach zieht ihr zehn Minuten weiter, wenn ihr noch Musik oder einen Absacker wollt; der schönste Platz im Hof ist am frühen Abend schnell belegt, also schnappt euch den Tisch, bevor ihr bestellt.
Saison-Snapshot: London im Mai liegt im Mittel bei etwa 8 bis 16 Grad, mit Regen an mehreren Tagen im Monat. Also der Klassiker: dünne Layers, eine leichte Jacke, ein kleines Regenschirmchen im Rucksack. Genau diese Mischung macht den Mai hier so angenehm – lange helle Abende, aber ohne die Hitze des Hochsommers. Alles, was ihr heute erledigt, ist zu Fuß machbar: Trafalgar Square, National Gallery und Covent Garden liegen innerhalb von zehn Gehminuten. Die Charing Cross Station ist eure Rückfalloption, falls das Wetter kippt. Regensicher ist heute die National Gallery, morgen das Bank of England Museum und übermorgen die Tate Modern – alle drei kostenlos. Bucht Westminster Abbey und den Tower of London vorab online für Tag 3 und Tag 2; die Kassen am Eingang sind der zeitfressende Teil. Und wenn ihr nach dem Flug völlig platt seid: streicht die National Gallery, setzt euch auf die Stufen am Trafalgar Square und spaziert direkt nach Covent Garden – dieser Tag verzeiht das.

Mai 04 | Di.

Tag 2 – Tower of London, Tower Bridge und ein Spaziergang durch die City of London
Tower of London: Festung, Krönungsschatz und Kerker
09:00
180

Minuten

Seit Wilhelm dem Eroberer steht hier die Festung am Nordufer der Themse; der weiße Vierkantturm, den er nach 1066 errichten ließ, ist der Kern eines Ensembles, das über Jahrhunderte Palast, Münzstätte, Waffenkammer, Gefängnis und Hinrichtungsstätte war. Wer mit royaler Geschichte anreist, ist hier mittendrin: Im Jewel House liegen die Krönungsinsignien, funkelnd und streng bewacht – ihr geht auf einem Förderband an ihnen vorbei, weil niemand stehen bleiben darf. Draußen auf dem Tower Green wurden Anne Boleyn und Catherine Howard hingerichtet, und 1483 verschwanden hier die beiden Prinzen, ein Fall, der die englische Geschichte bis heute umtreibt. Die Raben gehören zum Mythos: Bleiben sie, so die Legende, bleibt das Königreich – deshalb werden sie gehalten und gefüttert, damit die Geschichte weitergeht. Die Yeoman Warders in ihren blau-roten Uniformen erzählen davon bei den Rundgängen, die im Eintritt enthalten sind. Geht als Erstes zu den Kronjuwelen, direkt nach dem Einlass – dort bildet sich zuerst die Schlange. Danach der Weiße Turm, der Salz- und der Bloody Tower, und zum Schluss die Mauerpromenade mit dem Blick auf die Themse und die Tower Bridge, die schon zum nächsten Programmpunkt gehört.
  • Jewel House mit den Krönungsinsignien (gleich nach dem Einlass)
  • Weißer Turm: Festungsgeschichte seit Wilhelm dem Eroberer
  • Tower Green: Ort der Hinrichtungen von Anne Boleyn und Catherine Howard
  • Yeoman-Warder-Rundgang, im Eintritt enthalten

Hinweise

Eingang an der Westseite am Tower Hill, von der U-Bahn-Station Tower Hill sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Wer die Mauerpromenade mitnimmt, braucht Trittsicherheit und feste Schuhe.
Tower Bridge: viktorianische Ingenieurskunst über der Themse
12:15
75

Minuten

1894 eröffnet, ist die Brücke alles andere als eine mittelalterliche Burg, sondern viktorianische Ingenieurskunst in neugotischem Kostüm: Zwei massive Pfeiler tragen die Fahrbahn, und die beiden beweglichen Klappen – die Bascules – werden bis heute hochgefahren, wenn ein hohes Schiff passiert. Das hydraulische Herzstück stammt von Ingenieur John Wolfe Barry, das gotische Gesicht vom Stadtarchitekten Horace Jones. Hoch oben zwischen den Türmen läuft ein Fußgängersteg mit Glasboden, unter dem die Themse vorbeizieht; wer dort steht, sieht westlich die City mit St Paul's und östlich die Docks mit Canary Wharf. Der Weg über die Brücke selbst ist frei, das Innere mit Maschinenräumen und Ausstellung ist das Ticket wert, wenn ihr Ingenieurs- und Sozialgeschichte mögt. Plant die Brücke als direkte Fortsetzung des Towers – zwischen beiden liegen nur wenige Gehminuten. Kurz nach Mittag ist der Andrang am größten; wenn ihr es ruhiger wollt, lauft einfach über die Brücke und hebt euch die Ausstellung für einen anderen Besuch auf.
  • Glasbodensteg zwischen den beiden Türmen
  • Maschinenräume und Ausstellung zur Brückengeschichte
  • Blick westlich zur City, östlich nach Canary Wharf

Hinweise

Der schönste Blick auf die Brücke ergibt sich von der Westseite des Towers oder flussabwärts an der St Katharine's Way. Wann sich die Klappen heben, veröffentlicht die Brücke vorab auf ihrer Website.

Vorgeschlagenes Restaurant

Britische Marktküche, Pubs, Street Food, Kaffee

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Unter einem gusseisernen, bunt bemalten Glasdach aus dem späten 19. Jahrhundert sitzen hier Pubs, Cafés und Stände – ein gedeckter Markt, in dem Londoner früher Fleisch und Geflügel kauften und in dem heute mittags die Anzugträger der City Schlange stehen. Wer sich erinnert: Die Halle diente als Kulisse für die Winkelgasse in den Harry-Potter-Filmen, was ihr an den Fotografen vor dem Bogen sofort erkennt. Was auf den Tisch kommt: solide britische Pub-Küche, Pies, Suppen und Sandwiches, dazu Kaffee oder ein Ale – genau das Richtige, wenn ihr direkt vom Tower kommt und noch nicht lange sitzen wollt. Praktisch ist der Wetterfaktor: Es ist gedeckt, ihr könnt also entspannt essen, während es draußen schüttet, und danach in wenigen Minuten zur Bank of England weitergehen. Bestellt an der Theke, statt auf Bedienung zu warten – mittags ist der Andrang groß, und die City räumt kurz nach zwei wieder auf.
Bank of England Museum: Geldgeschichte zum Nulltarif
14:15
60

Minuten

Die Bank of England wurde 1694 mit königlicher Charta gegründet, um einen Krieg des Königs zu finanzieren – daraus wurde die Notenbank des Landes. Das Museum im Haus an der Bartholomew Lane erzählt diese Geschichte in der ständigen Sammlung kostenlos: Banknoten und Münzen, die Aufgaben der Bank, historische Gegenstände aus über drei Jahrhunderten, dazu wechselnde Sonderausstellungen. Für euch ist das der ideale Nachmittagsbaustein, weil er genau auf der Route liegt: fünf Minuten vom Leadenhall Market, wenige Minuten zur U-Bahn-Station Bank, und die ganze Zeit trocken. Bei einer durchschnittlichen Besuchsdauer von ein bis zwei Stunden reicht euch eine konzentrierte Stunde – Banknotengeschichte, das Gebäude selbst und die Tatsache, dass hier bis heute Geldpolitik gemacht wird. Wenn die Beine schwer sind, ist das der bequemste Programmpunkt des Tages: drinnen, ruhig, ohne Anstehen, und mit einem klaren Bezug zu eurem Interesse an kostenlosen Museen.
  • Ständige Sammlung zu Banknoten und Währung – kostenlos
  • Geschichte der Bank seit der Charta von 1694
  • Wechselnde Sonderausstellungen

Hinweise

Adresse: Bartholomew Lane, London, EC2R 8AH; nächste Station ist Bank. Der Eintritt ist frei; geöffnet ist montags bis freitags, an Feiertagen bleibt das Museum geschlossen.
St Paul's Cathedral: Wrens Kuppel über der City
15:25
60

Minuten

Nach dem Großen Brand von 1666 baute Christopher Wren die Kathedrale neu, und seine Kuppel ist seit 1711 das Wahrzeichen der City. Der klassische Anblick ergibt sich von der Millennium Bridge her: Die Kuppel schwebt über den Dächern der City. Im Zweiten Weltkrieg überstand das Bauwerk die Bomben, weil Freiwillige rund um die Uhr Feuer löschten. Die royale Spur ist hier deutlich: 1981 heirateten Charles und Diana in diesen Mauern, 1965 wurde Churchill von hier aus zu Grabe getragen, und bis heute finden in St Paul's Staatsakte und Jubiläumsgottesdienste statt. Ein Blick in die Krypta und der Aufstieg zur Kuppel kosten Eintritt und brauchen Zeit (letzter Einlass meist gegen 16 Uhr); der Vorplatz, der Kirchhof und der Weg über die Millennium Bridge sind gratis und liefern obendrein die besten Bilder. Wenn die Zeit drängt, bleibt draußen: Der Vorplatz gehört zu den schönsten Plätzen der Stadt, und von der Millennium Bridge aus seht ihr Kathedrale und Themse in einem Bild. Für einen ruhigen Abschluss vor dem Abend ist das genau richtig.
  • Kuppel und Westfassade von Christopher Wren
  • Vorplatz und Kirchhof, kostenlos zugänglich
  • Blick von der Millennium Bridge über die Themse

Hinweise

Für den Kuppelaufstieg sind mehrere hundert Stufen einzuplanen; wer nur den Anblick will, stellt sich auf die Millennium Bridge. Vom Bank of England Museum sind es zu Fuß etwa acht Minuten.
Soho bei Abendlicht: Theatergassen und Neon
18:15
105

Minuten

Das Raster zwischen Oxford Street, Regent Street und Charing Cross Road ist Londons Unterhaltungsviertel schlechthin: Rund um die Shaftesbury Avenue füllen sich nach der Vorstellung die Gassen, in den Bars läuft Live-Musik, und die Grenze zu Chinatown ist fließend. Historisch war Soho das Einwandererviertel der Stadt – Hugenotten, Italiener, später chinesische Familien –, und bis heute schmeckt man das in jeder zweiten Tür. Für einen Gruppenabend ist das die richtige Mischung: erst durch die Straßen schlendern, an der Berwick Street kurz auf den kleinen Markt mit Stoff- und Lebensmittelständen schauen, dann ein Lokal auswählen, ohne vorher zu reservieren – hier gibt es fast alles von Ramen bis Pizza. Der Weg von St Paul's dauert mit der U-Bahn nur wenige Minuten, zu Fuß sind es etwa 40 Minuten über Fleet Street und Strand. Und wenn ihr müde seid, ist Soho gnädig: Alles liegt dicht beieinander, und ihr seid in wenigen Minuten wieder in Covent Garden.
  • Berwick Street Market am Nachmittag
  • Shaftesbury Avenue und die Theatergassen
  • Old Compton Street für den Absacker

Hinweise

Für ein Theaterstück lohnt es, am selben Tag an der Kasse nach Restkarten zu fragen. Die Gassen sind abends voll, aber gut beleuchtet.

Vorgeschlagenes Restaurant

Kantonesisch, Dim Sum, Panasiatisch

$

Zwischen den roten Laternen der Gerrard Street hängen gebratene Enten in den Schaufenstern, und in den Vitrinen stapeln sich Backwaren: Eiercremetörtchen, Ananasbrötchen, Sesamkugeln. Für eine Gruppe ist das die perfekte Kombination aus gesellig, günstig und unkompliziert – an runden Tischen wird geteilt, und niemand schaut schief, wenn jemand nur eine Suppe will. Was bestellen: Dim Sum zum Teilen als Auftakt, danach kantonesische Ente oder geschmortes Rindfleisch mit Reis, dazu chinesisches Bier oder Jasmintee. Vegetarische Varianten gibt es reichlich, und für alle, die später weiterziehen wollen, liegt die Bar-Szene von Soho direkt um die Ecke – der Abend lässt sich also beliebig fortsetzen oder beenden. Kommt möglichst vor halb neun, dann bekommt ihr ohne Reservierung noch einen Tisch; später bilden sich vor den beliebtesten Häusern Schlangen. Bezahlt wird meist zügig, und die Rechnung teilt ihr am besten gleich am Tisch auf.
Der Tower of London gehört zu den meistbesuchten Häusern Europas – bucht den Zeitslot vorab online, dann stellt ihr euch nur am Sicherheitscheck an und geht gleich zu den Kronjuwelen. Karten für Tower Bridge gibt es separat; wenn ihr euch zwischen beiden entscheiden müsst, nehmt den Tower. Heute lauft ihr zusammengerechnet acht bis zehn Kilometer, fast alles auf Pflaster. Bequeme Schuhe sind Pflicht, und ein Regenschirm gehört in den Rucksack – im Mai regnet es in London an mehreren Tagen. Die gute Nachricht: Der längste Teil des Tages spielt drinnen oder unter Dächern – Leadenhall Market, das Bank of England Museum und die Kathedrale fangen jeden Schauer ab. Bleibt heute in der City: Tower, Brücke, Leadenhall, Bank und St Paul's liegen auf einer Linie von rund zwei Kilometern. Genau so vermeidet ihr das Querfahren durch die Stadt, und am Abend bringt euch die U-Bahn in einem Rutsch nach Soho.

Mai 05 | Mi.

Tag 3 – Westminster Abbey, das Themseufer und Borough Market vor der Heimreise
Westminster Abbey: Krönungskirche seit 1066
09:30
90

Minuten

Seit 1066 finden hier die Krönungen statt, zuletzt 2023 die von Charles III. – die Abtei ist das zeremonielle Herz der Monarchie, und wer sich für royale Geschichte interessiert, steht in genau dem Gebäude, in dem sie stattfindet. Der gotische Bau, den Heinrich III. im 13. Jahrhundert begann, wächst von außen wie eine steinerne Krone empor; innen tragen Strebepfeiler und Rippengewölbe einen Raum, in dem man automatisch leiser spricht. Der Krönungsstuhl aus der Zeit um 1300 steht im Zentrum dieser Geschichte, und in der Poets' Corner erinnern Gedenksteine an Chaucer und Dickens; Isaac Newton und Charles Darwin liegen hier begraben. 2011 heirateten William und Catherine in diesen Mauern. Für Besucher gilt ein eigener Eingang an der Nordseite, und als Kirche bleibt die Abtei ein Ort des Gebets – das prägt die Atmosphäre stärker als in jedem Museum. Geht so früh wie möglich los, wenn die Türen öffnen: Über den Tag wächst der Andrang deutlich, und ihr wollt an Tag 3 noch genug Zeit für das Ufer und den Markt haben.
  • Grab Edwards des Bekenners
  • Krönungsstuhl aus der Zeit um 1300
  • Poets' Corner mit Chaucer und Dickens
  • Grabstätten von Newton und Darwin

Hinweise

Plant rund anderthalb Stunden. Vor der Abtei ist die Westminster Bridge der klassische Fotopunkt für Big Ben – am besten gleich danach mitnehmen, statt später umzukehren.
Big Ben, Parliament Square und die Westminster Bridge
11:10
40

Minuten

Der Turm heißt offiziell Elizabeth Tower, die große Glocke darin Big Ben – beides gehört zum Palace of Westminster, den Charles Barry und Augustus Pugin Mitte des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil direkt an die Themse setzten. Uhr und Glocke wurden 1859 in Gang gebracht und sind seither das akustische Wahrzeichen der Stadt. Von der Westminster Bridge fängt die Kamera das Standardbild ein: Elizabeth Tower und Parlamentsfassade am Fluss, gegenüber das London Eye. Auf dem Parliament Square stehen Statuen von Churchill, Lincoln, Mandela und Gandhi; der Platz ist zugleich Schauplatz politischer Proteste, was ihn für ein paar Minuten Beobachtung besonders interessant macht. Die Häuser des Parlaments selbst sind nur mit Führung oder als Zuschauer bei Debatten zugänglich – Platz und Brücke sind kostenlos und jederzeit begehbar, perfekt für den kurzen Stopp zwischen Abtei und Uferweg.
  • Elizabeth Tower mit der Glocke Big Ben
  • Palace of Westminster von der Brücke aus
  • Statuen auf dem Parliament Square

Hinweise

Die Brücke ist bei Sonne voll – am späten Vormittag habt ihr die besten Bilder mit weniger Menschen. Von der Abtei sind es nur wenige Minuten zu Fuß.
Themseufer-Wanderung: vom Parlament zur Bankside
11:55
70

Minuten

Der Thames Path begleitet Englands berühmtesten Fluss von der Quelle in den Cotswolds bis zum Thames Barrier im Osten Londons; in der Innenstadt verläuft der Fernwanderweg an beiden Ufern, und ihr nehmt heute das Südufer. Vom Parlament geht es über die Westminster Bridge hinüber ans rechte Ufer, vorbei am London Eye, am Southbank Centre mit seinen Betonbauten, an den Bücherständen unter der Waterloo Bridge und am Turm der OXO-Werke. Für euch ist das die schönste Gratisattraktion der Stadt: keine Kasse, kein Zeitfenster, und weil die Strecke flach und durchgehend ist, kommt ihr im Reden und Schauen voran. Wenn es regnet, wird der Weg nass, aber nicht unbewohnbar – unter den Brücken und in den Häusern am Ufer gibt es Unterstände. Mit Blick auf die Themse, die hier breit und grau glänzend daliegt, versteht man schnell, warum London eine Hafenstadt ist, die sich als Weltstadt verkleidet. Haltet die Augen offen: Auf dem Wasser ziehen Ausflugsboote und gelegentlich ein Ruderboot vorbei, und am Ufer wechseln sich Bänke, Buden und Bühnen ab.
  • Thames Path National Trail entlang des Südufers
  • London Eye und Southbank Centre
  • Bücherstände unter der Waterloo Bridge
  • OXO Tower und Blick zur St Paul's Cathedral

Hinweise

Von der Westminster Bridge bis Borough Market sind es gut drei Kilometer; rechnet mit knapp einer Stunde Gehzeit plus Stopps. Der Weg ist flach und durchgehend befestigt.
Tate Modern: Gegenwartskunst im alten Kraftwerk, kostenlos
13:05
55

Minuten

Die Tate Modern sitzt in einem ehemaligen Kraftwerk an der Bankside – die monumentale Backsteinhalle hat Giles Gilbert Scott entworfen, und allein der ehemalige Turbinensaal ist den Besuch wert. Die Sammlungsschauen sind kostenlos, und das Museum zeigt Gegenwartskunst, die sich auch ohne Vorwissen anschauen lässt: großformatige Malerei, Installationen, Fotografie. Von den oberen Etagen blickt ihr direkt auf die St Paul's Cathedral drüben am Nordufer – das ist das Foto, das ihr von diesem Tag mitnehmt. Für euer Interesse an kostenlosen Museen ist das der dritte Gratisbaustein der Reise, und er liegt genau auf dem Weg zwischen Themseufer und Borough Market. Haltet es kurz: eine oder zwei Ausstellungsebenen, ein Blick aus dem Fenster, weiterziehen. Es ist der erste Programmpunkt des Tages, den ihr streichen könnt, wenn euer Zug oder Flug früher geht – der Eintritt kostet ja nichts, also holt ihr es ein andermal nach.
  • Kostenlose Sammlungsschauen
  • Turbinensaal im ehemaligen Kraftwerk
  • Aussicht auf St Paul's Cathedral aus den oberen Etagen

Hinweise

Sonderausstellungen kosten extra. Der Eingang an der Themseseite ist stark frequentiert; wer schnell rein will, nutzt die Seiteneingänge an der Holland Street.

Vorgeschlagenes Restaurant

Britische Marktküche: Käse, Austern, Sandwiches, Backwaren

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Borough Market sitzt seit Jahrhunderten am Südufer direkt neben der London Bridge und gilt als ältester und bekanntester Lebensmittelmarkt der Stadt; die heutigen Hallen mit ihrem gusseisernen Dach und dem steinernen Portal stammen aus dem 19. Jahrhundert, und die Stände drängen sich unter den Bögen der Eisenbahnviadukte. Zwischen Brotlaiben, Käserädern und Kaffeebohnen riecht es nach gegrillter Wurst, Zimt und Salzluft von den Austern. Was ihr probieren solltet: ein Salt-Beef- oder Käse-Toastie aus der Hand, dazu ein Scotch Egg oder frische Austern und als Nachtisch etwas von den Backwarenständen – hier wird die Hälfte des Essens ohnehin im Stehen gegessen. Genau das ist für eine Gruppe perfekt: jeder schlendert für sich durch, und man trifft sich an einem der Tische wieder. Für euer Interesse an Märkten ist das der Höhepunkt der Reise, und für den letzten Tag das richtige Format – kein Menü, keine Reservierung, kein Zeitdruck. Am lebhaftesten ist es um die Mittagszeit; die einzelnen Stände öffnen gestaffelt, also schaut am Eingang auf die Aushänge.
Abschied auf der Millennium Bridge
16:00
30

Minuten

Die schmale Fußgängerbrücke zwischen Bankside und City ist erst seit der Jahrtausendwende in Betrieb und war zunächst berüchtigt dafür, dass sie beim Gehen leicht schwankte – heute ist sie eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Von der Mitte aus seht ihr die St Paul's Cathedral im Norden, den Fluss unter euch und die Türme der City, die sich langsam im Wasser spiegeln. Wenn euer Zug oder euer Flug erst am Abend geht, ist das der richtige Schlusspunkt: zehn Minuten Fußweg vom Borough Market, kostenlos, jederzeit zugänglich, und mit dem Gegenlicht am späten Nachmittag besonders schön. Im Mai bleibt es bis kurz vor neun Uhr hell, ihr könnt den Bogen also ganz ohne Zeitdruck auskosten. Danach geht ihr über die Brücke oder zurück zur London Bridge – je nachdem, von welchem Bahnhof eure Heimreise startet.
  • Fußgängerbrücke zwischen Bankside und City
  • Blick auf St Paul's Cathedral und die Themse
  • Kurzer Gratisabschluss vor dem Aufbruch

Hinweise

Die Brücke liegt zwischen Tate Modern und St Paul's Cathedral; von Borough Market sind es etwa zehn Gehminuten. Bei starkem Wind wird es auf der Brücke zugig – Jacke anziehen.
Bevor ihr loszieht, kommt das Gepäck ins Hotel oder in eine Gepäckaufbewahrung am Bahnhof – mit Koffern über Marktpflaster zu laufen ist ein unnötiger Kraftakt. Plant die Fahrt zum Abfahrtsort mit großzügigem Puffer und rechnet am Flughafen mit den üblichen Sicherheitszeiten; gerade am späten Nachmittag kann der Weg quer durch die Stadt deutlich länger dauern als am Vormittag. Für Heathrow und Gatwick gibt es Bahn- und U-Bahn-Verbindungen in die Innenstadt, und vom St Pancras International rollt der Eurostar zurück auf den Kontinent. Weil sich Fahrpläne und Baustellen ändern, checkt am Reisetag die aktuelle Verbindung für eure Route und plant lieber eine halbe Stunde mehr ein – die drei Tage in London sind es wert, dass der Abschluss nicht in Stress endet. Wenn euer Abflug erst spät am Abend geht, passt vorher noch der kurze Spaziergang über die Millennium Bridge; wenn ihr früh weg müsst, streicht als Erstes die Tate Modern und fahrt direkt nach Borough Market weiter. So oder so: Ihr habt in drei Tagen das West End, die City, den Tower und die Bankside gesehen – ohne einmal quer durch die Stadt zu hetzen.

Wir wünschen dir ein absolut unglaubliches Abenteuer!

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Generiert
Mappu-Reiseroutenpipeline
15. Okt. 2026
Geprüft
15. Okt. 2026
Quellenkontext
Routenlogik, Ortsdaten, Kartenkontext und Mappu-Reiseintelligenz.
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Häufige Fragen

Reichen 3 Tage für London?

Für einen ersten Besuch ja, wenn jeder Tag in einem Viertel bleibt: West End, die City mit dem Tower und dann Westminster mit dem Südufer. Nicht jedes Museum passt hinein, aber ihr spart euch Fahrten quer durch die Stadt.

Sollte man Tower of London und Westminster Abbey vorab buchen?

Ja, beide verkaufen Tickets mit Zeitfenster online, und im Frühling sind die guten Slots schnell weg. Westminster Abbey ist sonntags nicht zur Besichtigung geöffnet, und die Öffnungszeiten des Towers wechseln je nach Saison.

Wo übernachtet man in London für 3 Tage?

Covent Garden ist für diese Route die beste Basis: Trafalgar Square, Soho und die Themse liegen in Gehweite. Ruhiger wohnt ihr in Bloomsbury, direkt am Wasser an der South Bank.

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