Cannaregio ist für diese Reise das ideale Quartier: Es ist eines der alltäglichsten Sestieri Venedigs, mit Fondamente, auf denen abends die Nachbarn stehen, kleinen Bacari, Bäckereien und Werkstätten – und mit Vaporetto-Anlegern an Fondamente Nove, Ca' d'Oro und San Marcuola, von denen ihr Rialto, San Marco oder die Laguneninseln ohne Umwege erreicht. Ihr wohnt damit genau dort, wo auch die Venezianer ihren Espresso trinken, und nicht in der Hotelzone rund um den Markusplatz, wo abends die Tagesgäste verschwinden und die Preise steigen.
Drei Zonen lege ich euch ans Herz: erstens die Fondamenta della Misericordia und die Umgebung des Campo Santi Giovanni e Paolo – ruhig, wassernah, mit Bacari direkt vor der Tür; zweitens rund um Campo dei Mori und die Fondamenta dei Mori, wo Tintoretto einst wohnte; drittens, als Alternative, Dorsoduro bei San Barnaba, wenn ihr lieber nah an Accademia und Peggy-Guggenheim-Sammlung wohnen möchtet. In allen drei Zonen gilt: Ein Zimmer zum Hof ist stiller, eines zum Kanal romantischer, und im März sind die Preise deutlich freundlicher als im Frühsommer.