Paris in 3 Tagen: Reiseroute Tag für Tag

Kurze Antwort. Am ersten Tag das Marais mit Place des Vosges und Hôtel de Sens, abends die Seine am Square du Vert-Galant. Der zweite Tag führt morgens auf den Montmartre zur Sacré-Cœur und nachmittags zum Eiffelturm, mit Trocadéro, Champ de Mars und einer Abendfahrt auf der Seine. Am dritten Tag folgen Sainte-Chapelle, Notre-Dame, Shakespeare and Company und Saint-Séverin im Quartier Latin.

  • Geplant für den 15.–17. April
  • 3 Tage
  • 13 Stationen
  • 8 Audioguides entlang der Route
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Was du an jedem Tag siehst

Jeder Tag in Kurzform. Stationen mit einem Mappu-Audioguide verlinken direkt darauf, zum Anhören vor Ort oder schon vorher.

  1. Tag 1 · Ankunft in Paris: Le Marais, gotische Fassaden und der erste Abend an der Seine

    Ankunft am Gare du Nord, Basis im Marais, Place des Vosges und Hôtel de Sens, Abendlicht am Square du Vert-Galant und Falafel in der Rue des Rosiers.

    • Gare du Nord

    • Place des Vosges

      Ebenfalls an dieser Station: Audioguide

    • Square du Vert-Galant

    • Rue des Rosiers Essensstopp

      Ebenfalls an dieser Station: Audioguide

  2. Tag 2 · Montmartre am Morgen, Eiffelturm am Abend: Hügel, Genussstraßen und Lichter auf dem Wasser

    Sacré-Cœur und Montmartre am Morgen, Mittagessen aus der Rue des Martyrs, dann Trocadéro, Champ de Mars und Eiffelturm mit Abendfahrt auf der Seine.

  3. Tag 3 · Île de la Cité, Quartier Latin und ein Abschied mit Weitblick

    Sainte-Chapelle und Notre-Dame, Shakespeare and Company, Mittagessen in der Rue Mouffetard und Saint-Séverin im Quartier Latin vor der Abreise.

Die komplette Reiseroute mit Karte und Reisehinweisen

Jede Station mit ihren Hinweisen, die Route auf der Karte und Tipps zu Verkehrsmitteln, Budget und Gepäck.

Paris Reiseroute für 3 Tage
Notre-Dame, Sainte-Chapelle, Quartier Latin, Montmartre, Sacré-Cœur und Eiffelturm

Mit Mappu geplant

Paris: Marais, Montmartre und die Seine

🚊

Gemischter Transport

Apr. 15 | Do.

Ankunft in Paris: Le Marais, gotische Fassaden und der erste Abend an der Seine
Die Anreise hängt davon ab, wo ihr startet, deshalb bleibt dieser Block bewusst ohne feste Uhrzeit. Saison-Überblick: Paris liegt auf der Nordhalbkugel, und Mitte April ist hier Frühling – im April bewegen sich die Temperaturen laut den langjährigen Mittelwerten von Météo-France zwischen rund 8 °C in der Nacht und knapp 17 °C am Nachmittag, und Regenschauer sind keine Seltenheit. Plant deshalb Schichten, eine leichte Regenjacke und bequeme, wasserfeste Schuhe ein; dafür bekommt ihr lange, helle Tage und mildes Stadtwetter. Kommt ihr mit dem Zug an einem der großen Bahnhöfe an – Gare du Nord, Gare de l'Est, Gare de Lyon, Gare Montparnasse oder Saint-Lazare –, seid ihr sofort ans Métro- und RER-Netz angeschlossen; vom Flughafen Charles-de-Gaulle (CDG) oder Orly (ORY) geht es mit den üblichen Flughafenverbindungen ins Zentrum. Für die drei Tage fahrt ihr am besten mit einer Transportkarte wie Navigo Easy, Navigo Découverte oder Paris Visite und haltet den Paris Museum Pass davon getrennt. Mit dem Auto durch Paris zu fahren ist für Besucher selten die einfachste Lösung. Ein Blick in die App am Morgen lohnt sich: Wegen laufender Bauarbeiten kann es kurzfristig zu Sperrungen kommen.
Ankunft am Bahnhof: Gare du Nord als Startpunkt
Der Gare du Nord ist einer der größten Bahnhöfe Europas und für viele Paris-Reisende das erste Bild der Stadt: eine mächtige Fassade aus dem 19. Jahrhundert, davor der Trubel aus Taxis, Bussen und Menschen mit Rollkoffern. Nehmt euch die ersten Minuten bewusst Zeit – Koffer zusammen, kurz orientieren, dann geht es hinunter ins Métro-Netz, das euch vom Bahnhof aus direkt in jede Ecke der Stadt bringt. Genau hier entscheidet sich, wie entspannt der Rest des Tages wird: Wer erst am Automaten rätselt, verliert die schönste Nachmittagsstunde. Die genaue Ankunftszeit hängt von eurer Verbindung ab, deshalb steht dieser Block ohne feste Uhrzeit – alles, was danach kommt, ist ein Spaziergang ohne Ticket und lässt sich problemlos nach hinten schieben. Reist ihr mit leichtem Gepäck, könnt ihr die Koffer gleich im Hotel abgeben und ohne Umweg in den Nachmittag starten. Wer zum ersten Mal hier ist, sollte außerdem einen Blick auf die Fassade werfen: Die Figuren über den Arkaden stehen für die Reiseziele, die man von hier aus mit der Bahn erreichte.

Hinweise

Vom Bahnhof aus sind die großen Knotenpunkte Châtelet-Les Halles, Saint-Michel und Opéra mit wenigen Stationen erreichbar. Für den Weg zum Hotel lohnt sich ein Blick auf die Karte, bevor ihr in die Métro steigt.
Für diese drei Tage ist Le Marais die beste Basis: Ihr wohnt im 3. oder 4. Arrondissement zwischen Place des Vosges, Hôtel de Ville und den Seine-Ufern – die Île de la Cité liegt zu Fuß in etwa einer Viertelstunde, und für alles andere müsst ihr die Stadt nie zweimal queren. Der Bezirk ist selbst schon Programm: mittelalterliche Gassen, die Arkaden der Place des Vosges, Bäckereien und Bistros direkt vor der Haustür. Alternativen mit ähnlich guter Lage sind das Quartier Latin rund um die Sorbonne im 5. Arrondissement und die Gegend um Opéra und Palais-Royal im 1. Arrondissement. Mittelklasse-Hotels in dieser Lage solltet ihr früh buchen – der April ist eine gefragte Reisezeit, und die kleinen Häuser mit Innenhof sind schnell weg. Fragt beim Check-in nach einem Zimmer nach hinten heraus: In den Gassen des Marais ist es abends angenehm ruhig, zur Straße hin kann es lebhaft werden. Und ein Tipp für die Ankunft: Legt die Koffer ab, trinkt einen Kaffee an der nächsten Ecke und geht erst dann los – Paris belohnt Nichtstun mehr als jede To-do-Liste.
Le Marais zu Fuß: Place des Vosges und das Hôtel de Sens
120

Minuten

Die Place des Vosges ist der älteste angelegte Platz von Paris – unter Henri IV. geplant und 1612 eingeweiht – und für einen ersten Nachmittag genau das Richtige: rote Backsteinfassaden mit Steinbändern, durchgehende Arkadengänge und die symmetrische Anlage, die den Platz seit über 400 Jahren rahmt. Im Haus Nummer 6 lebte Victor Hugo von 1832 bis 1848; heute ist dort ein kleines Museum untergebracht, und die Arkaden laden zum Schlendern ein, ohne dass ihr irgendwo anstehen müsst. Von dort sind es nur ein paar Minuten durch die Gassen des Marais zum Hôtel de Sens, einem der letzten erhaltenen mittelalterlichen Stadtpaläste von Paris: ein verstecktes gotisches Juwel, in dem einst die Erzbischöfe von Sens residierten und das heute die Bibliothèque Forney beherbergt. Genau solche Orte meinen Pariser, wenn sie von ihrem Viertel schwärmen – die Fassade zur Rue du Figuier hin wirkt fast wie aus einer anderen Zeit, und ganz in der Nähe steht die Kirche Saint-Paul-Saint-Louis. Für euer Interesse an Gotik und an Viertelspaziergängen ist das ein perfekter Auftakt: kein Ticket, keine Uhr, nur ein paar hundert Meter Stadtgeschichte im schönsten Nachmittagslicht.

Hinweise

Feste Schuhe sind hier Gold wert – im Marais liegt Kopfsteinpflaster und die Gehsteige sind schmal. Der Platz liegt am ruhigsten am späten Nachmittag. Für eine späte Mittagspause bietet sich die Rue de Bretagne im Haut-Marais an, mit Bäckereien, Käseläden und kleinen Cafés.
Abendlicht an der Seine: Pont Neuf und Square du Vert-Galant
19:00
75

Minuten

Zum Tagesausklang geht ihr vom Marais hinüber zur Westspitze der Île de la Cité, wo die Seine sich gabelt und der Square du Vert-Galant wie eine kleine grüne Nase in den Fluss ragt. Der Name spielt auf Henri IV. an, den man wegen seiner vielen Liebschaften den „Vert-Galant“ nannte und dessen Reiterstandbild auf dem Pont Neuf steht; der Pont Neuf heißt nur neue Brücke, ist aber die älteste erhaltene Brücke von Paris – zwischen 1578 und 1607 gebaut und damals eine Sensation, weil sie als eine der ersten Brücken der Stadt ohne Häuserbebauung auskam. Hier unten, zwischen den Bäumen und den vorbeiziehenden Ausflugsbooten, bekommt ihr genau das Bild, das man im Kopf hat, wenn man an Paris denkt: das Wasser, das goldene Licht, die Silhouette des Louvre auf der einen und die Türme der Conciergerie auf der anderen Seite. Die Seine-Ufer zwischen Pont de Sully und Pont d'Iéna gehören seit 1991 zum UNESCO-Welterbe. Setzt euch auf die Steinstufen an der Wasserkante – für ein Paar gibt es kaum einen besseren ersten Abend.

Hinweise

Abends wird es am Wasser frisch: eine leichte Jacke einpacken. Für Fotos lohnt die blaue Stunde kurz nach Sonnenuntergang, dann spiegeln sich die Brücken im Wasser.

Vorgeschlagenes Restaurant

Jüdisch-levantinisch: Falafel, Mezze, Rugelach

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Die Rue des Rosiers ist das Herz des historischen jüdischen Viertels im Marais – der Straßenname bedeutet Rosenstrauchstraße, und seit dem Mittelalter leben hier jüdische Gemeinden, erst aschkenasisch aus dem Osten, später sephardisch aus Nordafrika. Genau diese Mischung schmeckt man bis heute: Falafel mit Rotkohl, Aubergine und scharfer Harissa, dazu Shawarma, Baba Ghanoush, süße Rugelach und eingelegter Fisch aus den kleinen Läden entlang der Gasse. Die Theken sind dafür bekannt, dass sich abends eine Schlange vor der Tür bildet – ein gutes Zeichen. Für den Ankunftstag ist das die ideale Lösung: kein Reservierungsstress, kein festes Menü, dafür viel Geschmack für wenig Geld, und ihr könnt danach noch ein paar Schritte durch die Gassen bis zur Place des Vosges machen. Wenn ihr lieber sitzen möchtet, findet ihr rund um die Rue des Rosiers und die Rue Vieille du Temple kleine Bistros mit klassischer französischer Karte – fragt nach dem Tagesgericht, das ist meist die beste Wahl.

Apr. 16 | Fr.

Montmartre am Morgen, Eiffelturm am Abend: Hügel, Genussstraßen und Lichter auf dem Wasser
Der Montmartre ist der höchste natürliche Punkt von Paris, und wer ihn vor neun Uhr erreicht, hat die Gassen fast für sich – später füllen die Reisegruppen die Place du Tertre. Der Weg hinauf ist ein Programmpunkt für sich: kleine Treppen, die alten Weinberge an der Rue Saint-Vincent, das ehemalige Künstlerviertel rund um die Place du Calvaire und die Moulin de la Galette, jene Windmühle, die Renoir und Van Gogh gemalt haben. Wenn ihr nicht laufen wollt, bringt euch die Standseilbahn auf den Hügel; die Métro-Stationen Anvers, Abbesses und Lamarck–Caulaincourt liegen rund um den Berg. Zieht Schuhe mit Profil an – das Pflaster auf dem Hügel ist alt und rutschig, besonders wenn es in der Nacht geregnet hat. Und nehmt eine dünne Jacke mit: Oben auf dem Hügel weht der Wind deutlich stärker als unten in den Gassen der Stadt.
Sacré-Cœur und der Hügel der Märtyrer: Montmartre im Morgenlicht
08:45
165

Minuten

Die Basilique du Sacré-Cœur thront seit ihrer Vollendung im frühen 20. Jahrhundert über der Stadt; gebaut wurde sie ab 1875 als nationales Sühnezeichen nach dem Deutsch-Französischen Krieg – ein Gelübde, das katholische Kreise Frankreichs nach der Niederlage von 1870/71 ablegten. Der Architekt Paul Abadie wählte für den romanisch-byzantinischen Bau weißen Travertin aus der Region Château-Landon, der im Regen mit der Zeit immer heller wird, und im Innern überzieht ein riesiges Mosaik die Apsis. Vom Vorplatz aus reicht der Blick bei klarer Luft weit über die Dächer von Paris – einer der klassischen Aussichtspunkte der Stadt. Direkt nebenan steht die Église Saint-Pierre de Montmartre, eine der ältesten Pfarrkirchen von Paris und ein stilles gotisches Kleinod, das viele Besucher zugunsten der Basilika übersehen: Für euer Interesse an gotischer Architektur ist das der bessere Stopp, die Kirche wirkt mit ihren alten Kapitellen fast wie ein Dorf in der Stadt. Der Hügel selbst trägt seinen Namen von den Märtyrern – der heilige Dionysius soll hier enthauptet worden sein und seinen Kopf bis nach Saint-Denis getragen haben. Und zwischen Place du Tertre, den Staffeleien der Porträtmaler und den Weinbergen an der Rue Saint-Vincent wird klar, warum Picasso, Utrillo und Toulouse-Lautrec hier oben lebten.

Hinweise

In der Basilika wird um Ruhe und dezente Kleidung gebeten; der Vorplatz ist am frühen Morgen deutlich leerer. Wer die Kuppel besteigen möchte, sollte feste Schuhe und Zeit einplanen.

Vorgeschlagenes Restaurant

Französische Bäckerei, Käse und Patisserie

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Die Rue des Martyrs führt vom Montmartre hinunter Richtung Pigalle und ist eine der besten Genussstraßen der Stadt: Bäckereien, Fromagerien, Fischhändler, Chocolatiers und Pâtisseries reihen sich aneinander, dazwischen kleine Cafés, in denen die Nachbarschaft ihren Mittagstisch hält. Genau hier bekommt ihr die Klassiker der französischen Konditorei, die man mindestens einmal probiert haben sollte: einen Paris-Brest, ein Mille-feuille, ein Saint-Honoré oder eine Crème brûlée – dazu frisches Brot, ein Stück Käse und vielleicht eine Handvoll Macarons für später. Der Vorteil gegenüber den Straßen rund um die großen Sehenswürdigkeiten: Hier kaufen Pariser für sich selbst ein, und genau dort liegt meist die bessere Qualität. Nehmt die Sachen mit und sucht euch ein Plätzchen auf dem Weg nach unten – Mittagessen wie ein Einheimischer, ohne Reservierung und ohne Touristenpreis. Wer danach Lust auf ein richtiges Menü hat, findet in den Nebenstraßen kleine Bistros mit Tagesgerichten.
Heute überquert ihr die Stadt genau einmal, von Norden nach Südwesten – und genau das war die Idee hinter diesem Plan. Nehmt euch für die Fahrt mit der Métro vom Hügel hinüber zum Trocadéro großzügig Zeit: mit Umstieg in der Innenstadt und den Fußwegen liegt ihr realistisch bei rund 40 bis 50 Minuten. Gepäck braucht ihr heute keines, ihr könnt also entspannt fahren und unterwegs schon einmal aus dem Fenster schauen. Wenn ihr Lust auf einen Umweg habt, steigt an den Grands Boulevards aus und geht ein Stück durch die Gegend um die Oper – die Fassaden und die alten Passagen sind einen Blick wert. Prüft vor dem Losfahren kurz die aktuelle Linienlage: Wegen laufender Bauarbeiten kann es kurzfristig zu Sperrungen kommen. Plant im Zweifel eine Viertelstunde Puffer ein - heute hetzt euch nichts.
Das Eiffelturm-Areal: Trocadéro, Champ de Mars und die eiserne Dame
13:45
180

Minuten

Vom Trocadéro aus bekommt ihr das berühmteste Foto von Paris frei Haus: Die Esplanade des Palais de Chaillot liegt genau gegenüber dem Eiffelturm, die Achse läuft auf den Turm zu, und links und rechts rahmen die Flügel des Palais den Blick. Historisch ist hier gleich doppelt Grund zum Staunen: Der Palais de Chaillot entstand für die Weltausstellung 1937, der Turm selbst für die Weltausstellung 1889 – errichtet in nur zwei Jahren, zwei Monaten und fünf Tagen aus rund 18.000 Eisenteilen, von Gustave Eiffel und seinen Ingenieuren Maurice Koechlin und Émile Nouguier. Mit 300 Metern war er damals das höchste Bauwerk der Welt, und schon 1887 protestierte eine ganze Garde von Künstlern – unter ihnen Guy de Maupassant und Charles Garnier – in der Zeitung Le Temps gegen dieses nutzlose Ungeheuer. Gerettet hat den Turm ausgerechnet die Technik: Weil er als Antenne für die Funktelegrafie diente, blieb er nach den ursprünglich geplanten 20 Jahren stehen. Geht hinunter zum Champ de Mars, setzt euch auf die Wiese oder auf eine Bank an der Seine und seht euch die Dame aus Eisen einmal ganz genau an – vor allem die eisernen Fachwerkbögen und die Nieten werden euch aus der Nähe überraschen.

Hinweise

Wer hinauffahren will, sollte ein Zeitfenster vorab buchen – heute wäre das der einzige fest getaktete Programmpunkt des Tages. Der Blick von der Esplanade ist kostenlos und oft schöner als der von oben, und auf dem Champ de Mars ist genug Platz für eine Pause.
Goldene Stunde an der Seine: Pont d'Iéna und die Quais am Eiffelturm
17:15
90

Minuten

Bevor es aufs Wasser geht, gehört euch noch einmal die goldene Stunde – und die verbringt man am besten am Quai Branly und auf dem Pont d'Iéna, direkt zu Füßen des Eiffelturms. Die Brücke selbst ist älter als der Turm: Napoleon ließ sie ab 1808 bauen und nach seinem Sieg bei Jena von 1806 benennen. Von hier aus blickt ihr hinüber zum Trocadéro und die Seine entlang, während die Fassaden langsam warm werden und die Ausflugsboote ihre Lichter einschalten. Wenn ihr tagsüber gefroren habt, holt euch jetzt einen Kaffee oder ein Glas Wein in einem der Cafés an der Avenue de la Bourdonnais und setzt euch damit an die Wasserkante – für ein Paar ist das einer dieser Momente, an die man sich nach der Reise zuerst erinnert. Und mit etwas Glück erwischt ihr am Ufer Straßenmusik, die zwischen den Brückenbögen besonders gut klingt. In den Abendstunden funkelt der beleuchtete Turm regelmäßig für ein paar Minuten auf – ein Schauspiel, das ihr euch vom Ufer aus ansehen könnt.

Hinweise

Aprilabende am Wasser sind frisch: eine Jacke und ein Schal machen den Unterschied. Wer die beste Sicht auf den funkelnden Turm will, bleibt am Quai Branly auf Höhe der Brücke.
Abend auf der Seine: Dinner-Cruise mit Blick auf den beleuchteten Eiffelturm
20:30
120

Minuten

Zum Abschluss des Tages geht es aufs Wasser: Vom Port de la Bourdonnais direkt am Fuß des Eiffelturms legen die Ausflugsboote und Restaurantschiffe ab, und eine Abendfahrt ist die schönste Art, Paris in einem Stück zu sehen. Vom Deck aus ziehen die beleuchteten Fassaden vorbei – der Louvre, die Kuppel der Invalides, das Musée d'Orsay, die Türme von Notre-Dame und immer wieder der Eiffelturm, der im Dunkeln angestrahlt wird. An Bord gibt es je nach Anbieter ein Menü in mehreren Gängen, vom klassischen Bistroteller bis zum gehobenen Dinner; die Preise unterscheiden sich zwischen reiner Rundfahrt und Dinner-Cruise. Bucht rechtzeitig, besonders an einem Freitagabend im April, und wählt möglichst einen Tisch am Fenster: Genau für solche Abende erfindet man Städtereisen.

Hinweise

Seid rechtzeitig vor der Abfahrt am Steg, dann bleibt Zeit für die Bordkarte und einen Platz am Fenster. Draußen wird es kühl: Jacke mitnehmen oder eine Decke an Bord erfragen.
Wenn ihr nach der Bootsfahrt noch nicht müde seid, lohnt der Spaziergang durch das 7. Arrondissement: Die Rue Cler ist eine dieser Straßen, in denen Paris sich selbst versorgt – Käsegeschäfte, Gemüsestände, Bäckereien und Weinhandlungen auf engstem Raum, und am Abend ist es dort angenehm ruhig. Ein letztes Glas Wein oder ein Dessert gehören hier einfach dazu. Für den Rückweg ins Marais fahrt ihr mit der Métro; prüft kurz die aktuelle Linienlage, weil Bauarbeiten einzelne Strecken zeitweise unterbrechen können. Wer müde ist, nimmt ein Taxi – für zwei Personen ist das bei später Stunde oft die entspannteste Lösung. Und falls ihr lieber an Land zu Abend esst als auf dem Wasser: Häuser wie Les 110 de Taillevent im 8. Arrondissement sind bekannt für klassische französische Küche mit einer Weinbegleitung aus rund 110 offenen Weinen – solche Adressen solltet ihr allerdings vorab reservieren.

Paris: Île de la Cité, Quartier Latin und der Abschied

🚄

Zug

Châtelet–Les Halles → Gare du Nord

Apr. 17 | Sa.

Île de la Cité, Quartier Latin und ein Abschied mit Weitblick
Saison-Überblick: Paris Mitte April ist Frühling, und daran ändert sich auch am letzten Tag nichts – knapp 17 °C am Nachmittag, rund 8 °C in der Nacht und immer wieder Schauer begleiten euch weiterhin; ein dünner Regenmantel und Schichten bleiben die beste Versicherung. Gebt die Koffer morgens an der Rezeption ab oder nutzt ein Gepäckfach, dann seid ihr bis zum Nachmittag frei. Plant heute bewusst nur eine einzige zeitgebundene Eintrittskarte ein: die Sainte-Chapelle. Sicherheitskontrollen am Palais de Justice gehören dazu, und an einem Samstag im April kann sich vor dem Eingang eine Schlange bilden – reserviert ein Zeitfenster möglichst früh am Morgen, das ist zugleich das beste Licht für die Glasfenster. Haltet nach dem Besuch einen Puffer frei; den Rückweg zum Hotel und die Fahrt zum Bahnhof wollt ihr ohne Eile haben. Alles andere an diesem Tag ist ein Spaziergang, den ihr jederzeit verkürzen könnt.
Sainte-Chapelle und Notre-Dame: das Herz der Île de la Cité
09:00
120

Minuten

Die Île de la Cité ist die Wiege von Paris, und auf kaum einem Kilometer Fußweg liegen hier drei der großartigsten Monumente des Mittelalters. Beginnt mit der Sainte-Chapelle: Ludwig IX., der heilige Ludwig, ließ sie zwischen 1242 und 1248 als Kapelle für seine Reliquienschätze errichten – darunter die Dornenkrone, die er vom lateinischen Kaiser Balduin II. von Konstantinopel erwarb. Der Preis der Reliquien lag damals deutlich höher als die Baukosten der Kapelle, und genau das erklärt ihren Ehrgeiz: Die obere Kapelle besteht fast nur aus Glas, 15 Fenster mit mehr als tausend Szenen erzählen von der Genesis bis zur Apokalypse, dazu die große Rosette des 15. Jahrhunderts. Bei Sonnenlicht fühlt sich der Raum an, als stünde man mitten in einem Juwel – das ist der eine zeitgebundene Eintritt, den ihr euch heute leistet. Danach geht ihr die wenigen Meter zur Kathedrale Notre-Dame, deren Bau 1163 begann und erst 1345 vollendet wurde: Der Brand vom April 2019 zerstörte Dach und Vierungsturm, im Dezember 2024 wurde die Kathedrale nach der Restaurierung wieder für Besucher geöffnet, der Eintritt ist frei, und Warteschlangen gehören zum Alltag. Die Conciergerie gleich nebenan, einst Königspalast und später Gefängnis, lässt sich mit einem Kombiticket verbinden, wenn ihr mehr Zeit habt.

Hinweise

Für die Sainte-Chapelle geht es durch die Sicherheitskontrolle des Palais de Justice; kleine Taschen beschleunigen alles. Kleine Gruppentouren, die Sainte-Chapelle und Conciergerie verbinden und den Außenbereich von Notre-Dame einschließen, sind eine gute Option, wenn ihr ohne Warteschlange hineinwollt.
Shakespeare and Company und der Blick über die Seine
11:15
45

Minuten

Ein paar Schritte vom Seine-Ufer, in der Rue de la Bûcherie, sitzt die berühmteste Buchhandlung von Paris: Shakespeare and Company. Sylvia Beach eröffnete ihr Geschäft 1919 und machte es zum Treffpunkt der amerikanischen Schriftsteller der Zwischenkriegszeit – Hemingway, Fitzgerald und Gertrude Stein gingen hier ein und aus, und 1922 erschien bei Beach die Erstausgabe von James Joyce' Ulysses, als das Buch noch nirgendwo sonst gedruckt werden konnte. Den heutigen Laden an diesem Ort eröffnete George Whitman 1951 und benannte ihn 1964 zu Ehren von Sylvia Beach in Shakespeare and Company um. Im Obergeschoss steht eine alte Schreibmaschine, an den Wänden hängen Notizen und Widmungen, und das Motto des Hauses gilt bis heute. Direkt daneben liegt der kleine Square René-Viviani an der Seine mit seinem berühmten Baum: eine Robinie, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts gepflanzt worden sein soll und als einer der ältesten Bäume von Paris gilt. Von hier habt ihr den vielleicht schönsten kostenlosen Blick auf Notre-Dame – von der Seite, über das Wasser, mit den Strebepfeilern und dem Dach im Rücken.

Hinweise

Im Laden ist es eng, dafür herrlich ruhig am Vormittag. Wer ein Buch kauft, bekommt traditionell den Stempel des Hauses hinein – ein schönes Andenken für die Rückfahrt.

Vorgeschlagenes Restaurant

Französisch: Bistro, Käse, Crêpes, Charcuterie

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Die Rue Mouffetard folgt dem Verlauf einer alten Römerstraße und ist seit dem Mittelalter eine Marktstraße – bis heute reihen sich hier Gemüsestände, Käseläden, Metzgereien, Bäckereien und Crêperien aneinander, und mittags ist die Straße voller Leute, die für das Essen einkaufen. Für euren letzten Tag ist das genau richtig: Ihr könnt euch durchprobieren, statt ein Menü zu buchen – eine Galette oder ein Crêpe an einem der Stände, ein Stück Käse aus der Crèmerie, dazu ein jambon-beurre aus der Bäckerei und als Dessert eine île flottante oder ein Profiterole. Je näher ihr zur Kirche Saint-Médard kommt, desto ruhiger und ursprünglicher wird die Straße. Nehmt euch Zeit für die kleinen Nebenstraßen: Die Gassen rund um die Place de la Contrescarpe waren schon Schauplätze von Romanen und Filmen, und in den Cafés sitzen mehr Pariser als Touristen. Genau dieses Paris – alltäglich, lebendig, unaufgeregt – ist der schönste Abschluss eines Genuss-Wochenendes.
Gotik im Quartier Latin: Saint-Séverin und die Gassen der Sorbonne
14:15
75

Minuten

Kaum ein Bauwerk erklärt die flamboyante Gotik so schön wie die Kirche Saint-Séverin – für eure Vorliebe für gotische Kirchen ist das der stille Höhepunkt der Reise. Der Bau wuchs zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert, und im Chorumgang steht die berühmte gedrehte Säule, die sich wie eine Palme nach oben windet und zum Wahrzeichen der späten Gotik wurde. Der doppelte Chorumgang mit seinen hohen Fenstern, die alten Glocken – die Macée genannte Glocke stammt aus dem Jahr 1412 – und die stillen Kapellen machen die Kirche zu einem Ort, an dem man den Trubel der Stadt für zehn Minuten vergisst. Drumherum liegt das alte Universitätsviertel: Die Sorbonne wurde 1257 von Robert de Sorbon gegründet, dem Kaplan Ludwigs IX., und die schmalen Gassen zwischen Hörsälen und Buchhandlungen heißen bis heute Quartier Latin, weil hier im Mittelalter unter den Studenten Latein gesprochen wurde. Wenn noch Zeit ist, geht ein Stück weiter zum Jardin du Luxembourg oder zur Place Saint-Michel – beides in wenigen Minuten zu Fuß und beides noch einmal ein anderes Paris.

Hinweise

In der Kirche gilt Ruhe; wer möchte, kann eine Kerze aufstellen. Anschließend lohnt ein Blick in die kleinen Buchhandlungen der Rue Saint-Séverin.
Nach dem Kirchenbesuch bleibt Zeit für einen letzten Bummel – zurück Richtung Marais oder über die Place Saint-Michel an die Seine, wo ihr von der Brücke aus noch einmal Notre-Dame im Nachmittagslicht seht. Holt eure Koffer an der Rezeption ab und plant bewusst einen großzügigen Puffer ein: In Paris braucht man für Strecken quer durch die Stadt leicht länger, als die Karte vermuten lässt. Wenn ihr mit dem Zug weiterfahrt, ist der Gare du Nord über das Métro-Netz angebunden; Châtelet-Les Halles und Saint-Michel sind die Knotenpunkte, an denen sich mehrere Linien treffen – genau dort verliert man als Ortsunkundiger am meisten Zeit. Sicherheitskontrollen an Flughäfen und Bahnhöfen kosten zusätzliche Minuten, und am Samstagabend ist mehr los als an einem Werktag. Lieber eine halbe Stunde zu früh am Bahnsteig als eine halbe Stunde zu spät.
Abfahrt nach Hause: Transfer zum Bahnhof Gare du Nord
Zum Abschluss wartet der Weg zum Bahnhof: Die genaue Abfahrtszeit hängt von eurer Verbindung ab, deshalb bleibt dieser Block bewusst ohne feste Uhrzeit. Vom Marais und aus dem Quartier Latin sind die großen Bahnhöfe mit der Métro gut erreichbar, und am Gare du Nord kommt ihr direkt am Netz der Vorortzüge an, mit denen auch die Flughäfen und das Umland angebunden sind. Nehmt euch am Ende noch fünf Minuten für den Bahnhof selbst: Die große Halle mit ihrer eisernen Dachkonstruktion und die Fassade mit den Figuren der Reiseziele sind ein passender Schlusspunkt für drei Tage Stadtgeschichte. Und dann heißt es Abschied – mit einem letzten Blick zurück auf die Dächer, die ihr in den vergangenen Tagen von den Hügeln und Brücken aus gesehen habt. Auf dem Weg zum Bahnsteig bleibt meist noch Zeit für einen Kaffee und ein letztes Croissant; ein schöneres Schlusswort gibt es in Paris kaum.

Hinweise

Prüft die Verbindung am Morgen der Abfahrt und richtet euch nach der aktuellen Linienlage – Bauarbeiten können einzelne Strecken zeitweise unterbrechen. Bucht bei Zugfahrten möglichst flexible Tickets.

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© 2026 Mappu. Alle Rechte vorbehalten.
Generiert
Mappu-Reiseroutenpipeline
15. Okt. 2026
Geprüft
15. Okt. 2026
Quellenkontext
Routenlogik, Ortsdaten, Kartenkontext und Mappu-Reiseintelligenz.
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Von der Reiseroute zu den Audioguides am Ziel

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Häufige Fragen

Reichen 3 Tage für Paris?

Für einen ersten Besuch ja, wenn jeder Tag in einem Teil der Stadt bleibt: Marais und Seine, dann Montmartre und Eiffelturm, zuletzt Île de la Cité und Quartier Latin. Die großen Museen bleiben für eine weitere Reise, dafür verbringt ihr die Tage nicht in der Métro.

Muss man Sainte-Chapelle und Notre-Dame vorab buchen?

Für die Sainte-Chapelle braucht ihr ein Ticket mit Zeitfenster, am besten früh am Morgen. Der Eintritt in Notre-Dame ist frei; in der Hochsaison lässt sich auf der Website der Kathedrale kostenlos ein Zeitfenster reservieren, das die Wartezeit deutlich verkürzt.

Wo übernachtet man in Paris für 3 Tage am besten?

Das Marais ist für diese Route die beste Basis: Die Île de la Cité liegt rund eine Viertelstunde zu Fuß entfernt, Montmartre und Eiffelturm erreicht ihr mit der Métro. Gute Alternativen sind das Quartier Latin und die Gegend um Opéra und Palais-Royal.

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