Das Gebäude, das Sie hier sehen, war ein Geschenk. Der Industrielle Ishibashi Shojiro, Gründer von Bridgestone und Kuratoriumsmitglied des Museums, finanzierte den Neubau und stiftete ihn. Er wählte den Architekten Taniguchi Yoshiro, einen Ingenieur mit Doktortitel, der auch das Toyokan im Tokyo National Museum entworfen hat. Achten Sie darauf, wie die Konstruktion sich trägt. Das Gebäude steht auf Pilotis, dicken Säulen, die den Hauptkörper vom Boden heben, und wellenförmige Träger verlaufen oben quer. Ihr klarer Rhythmus verleiht einer Fassade aus modernem Beton einen japanischen Charakter. Es wirkt schwer und massiv und scheint dennoch zu schweben. Taniguchi gab diesem Ort eine Bedeutung. In seinem Buch Kenchiku ni Ikiru von 1974, auf Deutsch etwa „Für die Architektur leben“, beschrieb er den Takebashi nahe dem Wassergraben der Burg Edo und dem Geschäftsviertel Marunouchi als Schnittstelle zwischen dem vergangenen Japan und der modernen Stadt Tokio. Diese Idee prägte den Entwurf und verweist zugleich auf die Aufgabe des Museums als Hüter der Geschichte. Stellen Sie sich an den Wassergraben, dann verstehen Sie genau, was er meinte: alter Stein und Wasser auf der einen Seite, das moderne Geschäftsviertel auf der anderen.