Für die Māori ist dieser Ort weit mehr als nur eine schöne Landschaft; er ist tief mit ihren Legenden verwurzelt. Der Name Piopiotahi bedeutet übersetzt „ein einzelner Piopio“. Der Piopio war ein kleiner, heute leider ausgestorbener einheimischer Vogel. Die Legende besagt, dass der Halbgott Maui von der Göttin des Todes besiegt wurde, als er versuchte, die Unsterblichkeit für die Menschheit zu gewinnen. Sein treuer Begleiter, ein einzelner Piopio-Vogel, flog in tiefer Trauer hierher in den Fjord, um um Maui zu weinen. Doch nicht nur Vögel spielten eine Rolle. Die Erschaffung der Landschaft wird dem Gott Tu-te-raki-whanoa zugeschrieben. Man sagt, er habe mit seiner Dechsel, einer Art Axt namens Te Hamo, die steilen Wände aus dem Fels gehauen, um einen sicheren Hafen und Lebensraum für Fische und Vögel zu schaffen. Lange bevor die ersten Europäer den versteckten Eingang zum Fjord überhaupt fanden, reisten Māori-Stämme über beschwerliche Gebirgspässe hierher, um nach dem wertvollen Tangiwai zu suchen – einer besonderen Form von grünem Jade, die hier im harten Gestein verborgen liegt.