Ein Teil des Reizes dieses Museums liegt darin, wie viele Kapitel es durchlebt hat. Es öffnete 1895 als Kaiserliches Nara-Museum und schloss im Juli 1945. Im Jahr 1947 ging es an das Bildungsministerium als Zweigstelle des Nationalmuseums über, und seit 1952 trägt es seinen heutigen Namen. Seit 2007 wird es von den National Institutes for Cultural Heritage betrieben. Im Geschäftsjahr 2019 begrüßte es rund 610.000 Besucher. Während Sie umherwandern, versuchen Sie, den Ort als Schichten zu lesen: die verzierte Fassade aus der Meiji-Zeit, den Yoshimura-Flügel, die stille Ecke, in der das Teehaus steht. Achten Sie auch darauf, wie sich die Ausstellungen von Saison zu Saison verändern. Wenn Sie im Herbst kommen, fragen Sie, ob die Shosoin-Ausstellung läuft, und bemerken Sie, wie eine Geschichte, die im neunzehnten Jahrhundert in einem Kreuzgang des Todai-ji begann, noch heute prägt, was Sie sehen. Die eigenen Hinweise des Museums laden dazu ein, über die Galerien hinaus auf die historischen Gebäude, den Garten, den Erlebnisraum, den Shop und das Restaurant zu schauen. Welche dieser Ecken wird Ihr Lieblingsplatz?