Nun erreichst du die obersten Terrassen und stehst vor den 72 durchbrochenen Stupas, die wie Glocken aus Stein wirken. In jeder dieser Stupas sitzt eine Buddha-Statue, die durch das Gitterwerk hindurchschaut. Halte einen Moment inne und genieße die Stille. Die Tradition besagt, dass man den Tempel im Uhrzeigersinn umwandert, eine Praxis, die man Pradaksina nennt. Dies soll dem Besucher helfen, die Lehren Buddhas innerlich nachzuvollziehen. Von hier oben hast du einen fantastischen Blick über das Kedu-Becken bis hin zu den fernen Gipfeln der Menoreh-Berge. Auch wenn die früher berühmten Touren zum Sonnenaufgang direkt auf der Struktur heute zum Schutz des Bauwerks nicht mehr in der alten Form möglich sind, bleibt die Atmosphäre am frühen Morgen, wenn der Nebel zwischen den Stupas aufsteigt, absolut magisch. Was fühlst du, wenn du auf das riesige Steingesicht blickst, das seit über 1000 Jahren der Zeit trotzt? Geh weiter, erkunde die Details und lass den Frieden dieses Ortes auf dich wirken.