In den inneren Museumsräumen erwartet Sie ein echtes archäologisches Highlight: der Gorgonenhaupt-Giebel. Er thronte einst in 15 Meter Höhe am Tempel der Sulis Minerva. Doch schauen Sie genau hin – die Gorgone Medusa wird normalerweise weiblich dargestellt, doch dieses Gesicht ist maskulin, mit einem wilden Bart und wütenden Augen. Forscher rätseln bis heute, ob es sich um eine Verschmelzung mit einem keltischen Sonnengott oder einem Meeresgott handelt. Neben dieser spirituellen Kunst war Bath auch ein Zentrum technischer Innovation. Die Römer nutzten ein Hypokaustum-System, eine frühe Form der Zentralheizung. Heiße Gase aus Öfen zirkulierten unter den Fußböden durch hohle Ziegel, um die verschiedenen Räume – vom Caldarium, dem Heißbad, bis zum Tepidarium, dem Lauwarmbad – zu beheizen. Für Rollstuhlfahrer oder Besucher mit eingeschränkter Mobilität ist es gut zu wissen, dass fast 90 Prozent des Standortes über Aufzüge zugänglich sind, obwohl der historische Boden rund um das Becken stellenweise sehr uneben ist.