Das Theater, das Sie heute sehen, ist das Ergebnis von Ausgrabungen zwischen Juli 1937 und September 1938, die im Zuge großflächiger Abrisse eines Teils der Altstadt stattfanden. Die erhaltenen Reste waren umfangreich genug, um einen Wiederaufbau zu ermöglichen, und Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten gaben dem Bauwerk wieder ein monumentales Erscheinungsbild. Eine lokale historische Darstellung ergänzt ein aufschlussreiches Detail: Die Wiederentdeckung fiel mit dem zweitausendsten Geburtstag des Kaisers Augustus zusammen, sodass das Theater auch bei den Feierlichkeiten dieses Moments eine Rolle spielte. Zu den Funden gehörten Statuen und Inschriften. Laut den städtischen Museen zählt der bildnerische Zyklus des Theaters zu den bedeutendsten Beispielen plastischer Ausstattung eines Theaters auf italienischem Boden. Die Statuen griffen auf weithin bekannte Vorbilder zurück, deren Originale bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. Die Originale aus den Ausgrabungen werden im Lapidario Tergestino im Castello di San Giusto, im Civico Museo del Castello, aufbewahrt. Replik sind von der Straße aus zu sehen. Wer den Bau finanzierte, ist in den Quellen umstritten. Eine Darstellung besagt, er sei wahrscheinlich auf Wunsch des Quintus Petronius Modestus errichtet worden, eines Triesters, der mit Kaiser Trajan in Verbindung stand, während andere Quellen besagen, er habe lediglich Umbauten beaufsichtigt. Sein Name erscheint in mehreren Inschriften.