Die sanften, wellenförmigen Wände, die du hier siehst, sind aus Navajo-Sandstein geformt, der fast 190 Millionen Jahre alt ist – er stammt also aus der Zeit der Dinosaurier. Was heute wie erstarrte Wellen aussieht, begann als riesige Sanddünen, die über Äonen zu festem Fels gepresst wurden. Der eigentliche Künstler war jedoch das Wasser. Jedes Mal, wenn Sturzfluten durch diese engen Gänge rasten, wirkte der mitgeführte Sand wie Schmirgelpapier und schliff die harten Kanten glatt, bis diese fließenden Formen entstanden. Die Navajo haben für beide Teile des Canyons sehr treffende Namen. Der obere Canyon, der Upper Antelope, heißt Tsé bighánílíní, was so viel bedeutet wie „der Ort, an dem Wasser durch Felsen fließt“. Der untere Teil, der Lower Antelope, trägt den Namen Hazdistazí, was übersetzt „spiralförmige Felsbögen“ bedeutet. Achte beim Gehen auf die Textur der Wände; sie fühlen sich oft so glatt an, wie sie aussehen, aber denk daran, sie aus Respekt vor der empfindlichen Natur nicht zu berühren.