Schauen Sie sich die Gebäude an. Manarola ist voll von hohen, schmalen Turmhäusern im genuesischen Stil, dicht an dicht gebaut. Der Überlieferung nach erhielten die Häuser diese eng gedrängte Form zum Teil, um einander gegen die Witterung zu stützen, und das Dorf brauchte außerdem Schutz vor Piratenangriffen, weshalb Wachtürme zu seiner Verteidigung gehörten. Im Herzen des Dorfes steht die Kirche San Lorenzo aus dem 14. Jahrhundert. Ihr Bau hat romanische Wurzeln, mit gotischen Elementen an der Fassade und einem im Lauf der Zeit ergänzten barocken Altar. Ungewöhnlich ist, dass Glockenturm, Oratorium und Pfarrhaus getrennt voneinander stehen, statt einen einzigen Block zu bilden. Eine lokale Sage erzählt, dass die Dorfbewohner bei Herannahen der Angreifer ihre Kirchenglocken unter der Erde versteckten, damit sie nicht fortgeschleppt werden konnten. Es ist eine Geschichte, die man entlang dieser Küste erzählt, und sie zeigt, wie sehr die Gemeinschaft das schätzte, was sie gemeinsam besaß. Viele Berichte beschreiben außerdem eine weinreiche Vergangenheit bis in römische Zeit, mit späteren Rückschlägen durch Küstenüberfälle.