Früher war Nyhavn berüchtigt für seine harten Kneipen, Tätowierstudios und Freudenmädchen – ein Ort, an dem sich Seeleute aus aller Welt nach monatelanger Fahrt vergnügten. Erst in den neunzehnhundertsiebziger Jahren begann die Transformation in das elegante Viertel, das Sie heute sehen. Werfen Sie einen Blick auf die Schiffe im Kanal: Viele gehören zum dänischen Nationalmuseum. Am Ende des Kanals, Richtung Kongens Nytorv, finden Sie zudem das „Mindeankeret“, den Gedenkanker. Dieses monumentale Denkmal aus dem Jahr neunzehnhunderteinfundfünfzig erinnert an über 1600 dänische Seeleute, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. Ein praktischer Hinweis für Ihren Besuch: Die Kaimauer ist mit Kopfsteinpflaster belegt, was für Rollstühle oder Kinderwagen holprig sein kann. Die beste Zeit für Fotos der bunten Fassaden ist übrigens um die Mittagszeit, wenn die Sonne direkt auf die Häuserfronten fällt.