Während Sie oben auf der Südplattform stehen, blicken Sie nicht nur auf eine Stadt der Lebenden, sondern auch auf eine riesige Nekropole. Monte Albán beherbergt hunderte von Gräbern, die tief in die Erde gegraben wurden. Eines der spektakulärsten ist Grab Nummer sieben, das der Archäologe Alfonso Caso im Jahr 1932 öffnete. Er entdeckte dort einen Goldschatz von unschätzbarem Wert, der erst Jahrhunderte nach der Aufgabe der Stadt von den Mixteken dort niedergelegt wurde. Dies beweist, dass Monte Albán als heiliger Ort der Ahnenverehrung weiterlebte, lange nachdem die politische Macht verblasst war. Wenn Sie die Stätte verlassen, empfehle ich Ihnen dringend, das Regionalmuseum im ehemaligen Kloster Santo Domingo unten in Oaxaca-Stadt zu besuchen, wo diese Originalschätze ausgestellt sind. Lassen Sie beim Abstieg Ihren Blick über die umliegenden Täler schweifen und spüren Sie die Kontinuität dieser Kultur, die bis heute in den Traditionen der Menschen von Oaxaca lebendig ist.