In den 1920er-Jahren boomte Bondi. Straßenbahnen brachten die arbeitenden Sydneysider direkt an den Sand, so sehr, dass der lokale Slang „shoot through like a Bondi tram“ zum Ausdruck für eiliges Verschwinden wurde. Im Jahr 1923 startete der Stadtrat von Waverley das Programm Bondi Beach and Park Improvement Scheme, das einen Kiosk, Rettungsschuppen, einen Musikpavillon und Parks rund um die Gebäude vorsah. Das Architekturbüro Robertson and Marks gewann den Entwurfswettbewerb. Den Grundstein des Bondi Pavilion legte am 26. Mai 1928 der Bürgermeister von Waverley, Alderman David Hunter. Bereits im Oktober 1928 konnten die Menschen die Umkleideräume nutzen, und die offizielle Eröffnung des Projekts erfolgte am 21. Dezember 1929. Es war der größte Surf-Pavillon, der in Sydney errichtet wurde. Im Lauf der Zeit beherbergte er Schließfachräume, einen Verleih für Badeanzüge, einen Ballsaal und türkische Bäder. Heute steht er im Denkmalregister des Bundesstaates New South Wales. Der Strand boomte auch in den 1930er-Jahren. Strandvergnügen war eine günstige Unterhaltung in einer Zeit, in der viele Familien Not litten, und an manchen Sommertagen nutzten bis zu 50.000 Menschen den Strand. Fotografien aus diesem Jahrzehnt zeigen sogar eine Mode namens beachobatics, also Akrobatik im Sand. Der Art Deco war der berühmteste Architekturstil, der sich rund um den Strand entwickelte.