Willkommen in den Caracalla-Thermen, einem der monumentalsten Beispiele kaiserlicher Macht in der Ewigen Stadt. Diese Ruinen an der Via Lucio Fabio Cilone, südlich des historischen Zentrums, waren einst der zweitgrößte öffentliche Badekomplex im antiken Rom. Sie befinden sich auf einem Gelände von über elf Hektar, einem Projekt, das von Kaiser Septimius Severus initiiert und im Jahr zweihundertsechzehn n. Chr. von seinem Sohn, Kaiser Marcus Aurelius Antoninus – historisch bekannt unter seinem Spitznamen Caracalla – vollendet wurde. Wenn Sie diese hoch aufragenden roten Backsteinmauern betrachten, versuchen Sie, sich die Jahrhunderte des Verfalls wegzudenken. In ihrer Blütezeit waren diese Flächen vollständig mit poliertem Marmor verkleidet, mit kunstvollen Mosaiken verziert und von hunderten von Arbeitern besetzt. Dies war nicht nur ein Ort zum Waschen; es war ein bürgerlicher Palast, der für bis zu achttausend Besucher täglich konzipiert war und ihnen Luxus bot, der einst nur der Elite vorbehalten war.