Audioguide: Petite France

Audioguide für Petite France

Petite France
Foto von Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

7 Min. Hörzeit · Abschnitt 1 von 5: Willkommen in Petite France

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Petite France • Abschnitt 1 von 5

Petite France: Gibt es einen kostenlosen Audioguide?

Kurze Antwort. Ja. Petite France (Straßburg, Frankreich): kostenloser Mappu-Audioguide im Browser – 5 Abschnitte und etwa 7 Minuten Hörzeit, in 6 Sprachen. Er behandelt „Ein Klein-Frankreich mit schmerzhafter Vergangenheit“, „Die Gerber und ihre Häuser“ und „Kanäle, überdachte Brücken und das Vauban-Wehr“. In der Mappu-App erzählt Walk Mode von den Orten um Sie herum, während Sie unterwegs sind, und beantwortet Ihre Fragen.

Petite France: Karte

Die Mappu-Karte des Ortes mit den Wegen und Eingängen, die OpenStreetMap in der Umgebung zeigt.

Petite France: KarteDer Ort auf der Karte, mit dem Punkt des Guides markiert.

Petite France: Was erzählt der Audioguide?

  1. 01

    Willkommen in Petite France

    Willkommen in Petite France, einer der meistfotografierten Ecken Straßburgs. Sie befinden sich im südwestlichen Teil der Grande Île, der Insel, die das historische Zentrum der Stadt bildet. Hier teilt sich die Ill in ein Netz kleiner Kanäle, die an blumengesäumten Kais, Schleusen und schiefen Fachwerkhäusern vorbeifließen. Das gesamte Viertel umfasst nur etwa 10 Hektar, und doch gehört es zu den berühmtesten Orten des Elsass. Man nennt es auch das Gerberviertel, und dieser zweite Name verrät, worum es hier eigentlich ging. Im Mittelalter wohnten hier Gerber, Müller und Fischer, arbeitende Menschen, die auf fließendes Wasser angewiesen waren. Damals war es keine Postkartenidylle. Es war ein geschäftiges, übel riechendes, bescheidenes Wohnviertel. In den nächsten Stationen schauen wir uns die überraschende Geschichte hinter dem Namen an, die Handwerker, die diese Häuser errichteten, sowie die Brücken, Türme und das Wehr, die dem Viertel seine Gestalt geben. Nehmen Sie sich Zeit, denn jede Ecke an diesen Kanälen hat ihre Geschichte.

  2. 02

    Ein Klein-Frankreich mit schmerzhafter Vergangenheit

    Beginnen wir mit der Frage, die alle stellen: Warum Klein-Frankreich? Man könnte einen patriotischen Grund vermuten oder etwas mit der Architektur. Beides trifft nicht zu. Der Name geht auf ein Hospiz für Unheilbare zurück, im Elsässischen Blatterhüs genannt, das Menschen mit Syphilis pflegte. Im Jahr 1494 breitete sich eine große Seuche dieser Krankheit über Europa aus, und viele Europäer nannten sie die französische Krankheit. Straßburg nahm die Kranken später in einem Hospiz im Stadtteil Finkwiller auf. Dieses Hospiz wurde Ende der 1680er-Jahre auf die Grande Île verlegt, in ein neues Gebäude in der Mühlengasse, der rue des Moulins, die heute entlang des Quai de la Petite France verläuft. Die Einheimischen nannten den Ort nach seinen Patienten im elsässischen Dialekt Französel, also kleines Frankreich, und der Spitzname verbreitete sich allmählich auf das ganze Viertel. Ein reizvoller Name trägt also einen eher düsteren Ursprung. Vor dem neunzehnten Jahrhundert war das Gebiet unter diesem Namen nicht einmal bekannt. Seine Teile hießen am Pflanzbad, der Mühlenplan, was den Mühlenplan bedeutet, und bei den Gedeckten Brücken, also bei den überdachten Brücken.

  3. 03

    Die Gerber und ihre Häuser

    Schauen Sie hinauf zu den Dächern, denn sie verraten das Gewerbe, das dieses Viertel geprägt hat. Die Gerber, die hier lebten, bauten hohe Häuser mit steilen, spitzen Dächern, schmalen Dachgauben und offenen Dachböden. Diese Dachböden dienten nicht der Zierde. Hier wurden die Tierhäute zum Trocknen aufgehängt. Die Arbeit belastete das Viertel. Die Gerber wuschen ihre Häute in der Ill, und das Wasser litt darunter. Die Gerbereien für weißes und rotes Leder erfüllten außerdem die Luft mit Gerüchen, weshalb dies lange Zeit keine vornehme Adresse war. Im sechzehnten Jahrhundert war es ein armes Arbeiterviertel aus Fischern, Müllern und Gerbern. Die Fachwerkhäuser, die Sie heute bewundern, stammen überwiegend aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Ein berühmtes Beispiel ist die Maison des Tanneurs, eine ehemalige Gerberei, die 1572 in der rue du Bain-aux-Plantes erbaut wurde. Heute ist sie ein Restaurant, was zeigt, wie sich das Schicksal des Viertels gewendet hat. Ein kleiner Hinweis zum Entdecken in der Nähe: Die rue des Dentelles wird oft als Teil des Viertels betrachtet, war aber einst durch einen Wassergraben, den Fossé des Tanneurs, davon getrennt. Achten Sie darauf, dass ihre Häuser häufig aus Mauerwerk statt in Fachwerkbauweise errichtet sind.

  4. 04

    Kanäle, überdachte Brücken und das Vauban-Wehr

    Die Wasserwege hier wurden bereits ab dem zehnten Jahrhundert angelegt und gestaltet. Sie waren mit den Befestigungen Straßburgs verbunden und dienten sowohl dem Schutz der Stadt als auch dem Flusshandel und dem Handwerk. Die Ill war die wichtigste schiffbare Route und erreichte schließlich nördlich der Stadt den Rhein. Die Verteidigungsanlagen der Vergangenheit sind noch sichtbar. Sie sehen die Pont du Faisan, die Schleusen, die überdachten Brücken und die quadratischen Türme, die zu den alten Festungsanlagen gehörten. Die überdachten Brücken verleihen dem Viertel seinen alten Beinamen, und eine Bootsfahrt auf der Ill führt Sie direkt unter ihnen und durch die Schleusen hindurch, was einen ganz anderen Zugang zum Viertel eröffnet. In der Nähe steht das Vauban-Wehr, ein Meisterwerk französischer Ingenieurskunst des siebzehnten Jahrhunderts, das 1971 als historisches Denkmal ausgewiesen wurde. Im Jahr 1966 setzte die Stadt darauf eine Aussichtsterrasse, die Terrasse Vauban. Von dort oben blicken Sie zurück über die Dächer und Kanäle und erfassen das gesamte Muster des Viertels auf einen Blick.

  5. 05

    Bevor Sie aufbrechen

    Petite France ist Teil der historischen Altstadt von Straßburg, die 1988 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Heute ist es ein Ort mit elsässischen Restaurants, Geschäften und Kais, der Millionen Besucher empfängt, und während der Weihnachtszeit gehört es zum großen Weihnachtsmarkt. Dieser Markt findet seit 1570 jedes Jahr auf der Grande Île und in diesem Viertel statt. Bevor Sie weiterziehen, versuchen Sie ein wenig Spurensuche. Suchen Sie nach den hohen Dächern mit offenen Dachböden und stellen Sie sich vor, wie dort Häute zum Trocknen hängen. Finden Sie die quadratischen Türme und stellen Sie sich die Befestigungen vor, zu denen sie einst gehörten. Dann lauschen Sie dem Wasser, denn es ist der Grund, warum dieses ganze Viertel überhaupt existiert. Die Gassen sind eng, und jede Biegung des Kanals bietet einen neuen Blick. Folgen Sie dem Weg, der Sie am meisten lockt, und entdecken Sie, was die alten Gerber sonst noch hinterlassen haben.

Über diesen Guide

Mit KI aus 6 Quellen erstellt; auf Richtigkeit geprüft und zuletzt aktualisiert am 26. Oktober 2026. Prüfen Sie Tickets und Öffnungszeiten auf der offiziellen Website.

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Von hier aus weitergehen

Dieser Ort ist Station 3 von 5 eines Rundgangs auf eigene Faust: Weihnachtsmärkte in Straßburg. Etwa 2,4 km und 30 Minuten zu Fuß, dazu etwa 31 Minuten zum Zuhören.

Routenkarte: zu Fuß ab Petite France5 nummerierte Stationen in Gehreihenfolge. Station 1: Place Broglie; Station 2: Kléberplatz; Station 3: Petite France; Station 4: Straßburger Münster; Station 5: Palais Rohan.Station 1: Place Broglie1Station 2: Kléberplatz2Station 3: Petite France3Station 4: Straßburger Münster4Station 5: Palais Rohan5
Die Entfernungen sind Schätzungen entlang des Fußwegs laut OpenStreetMap.

Route zur Orientierung. Schau beim Gehen, wohin du gehst, achte auf den Verkehr und halte dich an Beschilderung und örtliche Regeln. Die Karte ist eine Hilfe, kein Sicherheitsleitfaden. Nutzungsbedingungen

  1. Place Broglie

    etwa 0,4 km · etwa 6 Min. zu Fuß

  2. Kléberplatz

    etwa 0,6 km · etwa 8 Min. zu Fuß

  3. Petite FranceDieser Audioguide

    etwa 1,0 km · etwa 14 Min. zu Fuß

  4. Straßburger Münster

    etwa 0,4 km · etwa 5 Min. zu Fuß

  5. Palais Rohan
Bildnachweise

Walk Mode, in der kostenlosen Mappu-App: 2 Stunden für 50 Credits (Starter-Paket für 4,99 €)

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Häufige Fragen

Petite France: Wie lange dauert der kostenlose Audioguide?

Etwa 7 Minuten Hörzeit in 5 Abschnitten: „Willkommen in Petite France“, „Ein Klein-Frankreich mit schmerzhafter Vergangenheit“, „Die Gerber und ihre Häuser“, „Kanäle, überdachte Brücken und das Vauban-Wehr“ und „Bevor Sie aufbrechen“.

Welche Geschichte erzählt der Guide über Petite France?

Beginnen wir mit der Frage, die alle stellen: Warum Klein-Frankreich? Man könnte einen patriotischen Grund vermuten oder etwas mit der Architektur. Beides trifft nicht zu. Der Name geht auf ein Hospiz für Unheilbare zurück, im Elsässischen Blatterhüs genannt, das Menschen mit Syphilis pflegte. Im Jahr 1494 breitete sich eine große Seuche dieser Krankheit über Europa aus, und viele Europäer nannten sie die französische Krankheit.

Petite France: Was kann ich Mappu nach dem Guide fragen?

Sie können vertiefende Fragen stellen, etwa „Wie kam ein Hospiz für Syphiliskranke dazu, seinen Namen dem ganzen Stadtviertel zu geben?“, und in Mappu weiterfragen; der Guide bleibt mit Ihrer Karte und Reiseplanung verbunden.