Um die schiere Größe dieser Festung zu verstehen, müssen Sie sich ihre Gliederung vergegenwärtigen. Die Burg ist in sechs separate Höfe unterteilt, von denen jeder als aufeinanderfolgende Verteidigungsschicht fungierte. Im Mittelalter wurde die Sicherheit immer strenger, je weiter man vom ersten Vorhof zur Hauptburg an der Südspitze vordrang. Jeder Hof hatte eine spezifische Funktion: In den äußeren Höfen waren Handwerker, Ställe und sogar eine Brauerei untergebracht, während die inneren Höfe dem Hochadel und seinen Schätzen vorbehalten waren. Wenn Sie die Mauern genau betrachten, werden Sie sehen, dass sie an einigen Stellen bis zu 5 Meter dick sind und aus robustem Tuffstein bestehen. Ein praktischer Tipp für Ihren Spaziergang: Achten Sie auf die Pfade aus flach geschliffenen Steinen; diese wurden kürzlich installiert, um das antike Kopfsteinpflaster für Kinderwagen oder Rollstühle wesentlich leichter befahrbar zu machen. Viele der Gebäude sind heute noch bewohnt, was die Anlage nicht nur zu einem Museum, sondern zu einem lebendigen Teil der Stadt Burghausen macht.