Sie stehen am höchsten Punkt des alten Porto, auf dem windigen Hügel von Penaventosa. Blicken Sie sich auf dem Terreiro da Sé um, einem Platz, der seit fast tausend Jahren als bürgerliches und geistliches Herz der Stadt dient. Vor Ihnen steht die Kathedrale von Porto, oder Sé do Porto, ein imposantes Granitmonument, das eher wie eine Militärburg als wie ein typisches Gotteshaus wirkt. Gegründet im frühen zwölften Jahrhundert von Bischof Hugo, einem französischen Adligen, der noch vor der Unabhängigkeit Portugals als Königreich eintraf, wurde dieses Gebäude als Zufluchtsort konzipiert. In jenen turbulenten Zeiten musste eine Kirche mehr als nur Gebete bieten; sie musste Schutz gewähren. Wenn Sie die massiven Zwillingstürme und die dicken, gezackten Zinnen betrachten, sehen Sie ein Überbleibsel aus einer Ära, in der der Bischof der Stadt auch ihr militärischer Verteidiger war. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um die Geschichte hier einzuatmen, wo die Steine unter Ihren Füßen die Geburt von Porto selbst repräsentieren.