Wenn Sie den Burj Khalifa betrachten, fällt Ihnen sofort seine silberne, nadelartige Silhouette auf. Doch das Design ist kein Zufall, sondern tief in der Natur der Region verwurzelt. Der verantwortliche Architekt Adrian Smith ließ sich von der Hymenocallis inspirieren, einer Wüstenlilie, die in dieser Gegend heimisch ist. Der Grundriss des Turms ist epsilonförmig und ahmt die drei Blütenblätter dieser Blume nach. Diese dreifach gegliederte Struktur sieht nicht nur elegant aus, sondern erfüllt einen entscheidenden technischen Zweck: Sie stabilisiert das Gebäude gegen die enormen Windkräfte, die in diesen Höhen wirken. Die 26 spiralförmigen Ebenen verringern den Querschnitt des Turms nach oben hin immer weiter, was dazu führt, dass der Wind um das Gebäude herumgeleitet wird, anstatt direkten Druck auszuüben. Um die Fassade zu bedecken, wurden über 100.000 Quadratmeter Glas und Aluminium verwendet – eine Fläche, die so groß ist wie 17 Fußballfelder. Ein erstaunliches Detail: Es dauert schätzungsweise drei bis vier Monate, bis das Team von Fensterreinigern alle Scheiben einmal von Hand geputzt hat.